7.35 - 8.28 Grundstück Eskau (Ludwigsen)
Objekt
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Titel
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7.35 - 8.28 Grundstück Eskau (Ludwigsen)
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Beschreibung
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Albert Eskau, ab 1938: Fabrikbesitzer, Zepziger Str. 40
Dreschmaschinenbesitzer, Zepziger Str. 42
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text
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Zwischen 10 und 11 Uhr rückten Panzer heran. Die Soldaten einer Panzerbesatzung und eines MG's schlugen im Eckgrundstück bei Eskau (Zepziger/Wolfgangstr.) die Tür ein, riefen "Hallo" und schon waren sie im Keller. Zwei Amerikaner. hielten die Leute in Schach, denn sie durften während der Durchsuchung nicht in ihre Wohnung. Einer der Amis verlangte Wein, bekam aber keinen. Man hörte von oben furchtbares Laufen und Schiessen, sehr scharfes MG- Feuer und Bumsen, Ein Amerikaner kam wieder in den Keller, wo er weiter nach Waffen suchte. Man bat ihn nach vorn gehen zu dürfen und sah vor dem Keller sämtliche Koffer und Behälter aufgebrochen. Nur die Koffer, worauf die Leute saßen waren nicht durchsucht, sonst alles vom Keller bis auf den Boden. In der Wohnung sah es aus als hätten Wandalen gehaust, sogar die Wäsche, die Geschäftsakten usw. zerstreut, Auf die Frage "warum ?" antworteten sie: „Ja, das ist eben Krieg". Gegen 13:30 Uhr wurde es ruhig im Hause. Die Truppe hatte sich über die Wolfgangstr. gekämpft. Zuvor hatten die Amerikaner noch im Hause Eskau gespeist, sämtliche Eier aufgeschlagen. Bei späterem Nachsehen stellten Eskaus fest, dass alles Gold gestohlen war. In anderen Häusern wurde zwar auch durchsuch, aber nicht in dem Maße. Ob es nun dazu beitrug, dass die anderen Häuser die weiße Fahne gehisst hatten, während es bei Eskaus nicht der Fall war.?
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Datum
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16. April 1945 um 10:00