6.22-7.2 Beseitigung der Panzersperre Hallesche Straße (Ludwigsen)

Objekt

Titel
6.22-7.2 Beseitigung der Panzersperre Hallesche Straße (Ludwigsen)
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Am Eingang der Strasse (Tankstelle Schade und Werkstatt Steinbach) stoppten die Amerikaner. Die Truppen sprangen ab und besetzten beiderseits der Strasse die Gräben. Es krachte die Straße entlang gegen die Sperre. Fast alle Fensterscheiben zersprangen dabei. Somit ging die Säuberung der Häuser vor sich. In jedes Haus kamen sie mit der Aufforderung „Waffen heraus“, Photoapparate abgeben undmi t der der Frage, ob deutsche Soldaten in der Wohnung wären. Inzwischen wurde am Toreingang des Gebäudes von Dachdeckermeister Köbbel die weiße Fahne gehisst.

Die Amerikaner drangen in sämtliche anliegende Wohnungen ein, öffneten Türen, durchsuchten Schränke und Kästen, Bei manchen Leuten entwendeten sie Wertsachen, hauptsächlich Gold, Uhren usw. Wo Wohnungen verschlossen waren, wurden sie eingeschlagen und Schlösser zerschossen.

Es war bereits 9:45 Uhr, als die Leute aufgefordert wurden die Panzersperre zu öffnen. Zunächst wurde dies verneint, solange in den Strassen noch geschossen wurde. Es verging etwa 1/2 Stunde und beherzte Männer, auch einzelne Frauen räumten dann die Baumstämme und den Schutt beiseite. Somit war der Weg zur Stadt frei und einige Panzer fuhren ein.
Räumlicher Geltungsbereich
Hallesche Straße
Datum
16. April 1945 um 09:45